Neue Regelungen zur landwirtschaftlichen Gentechnik - 2008-04-08
Der deutsche Bundesrat hat am 15.2.2008 dem geänderten Gentechnik-Gesetz und der "ohne-Gentechnik"-Kennzeichnung zugestimmt. Nach der Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten tritt das neue Gesetz mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft. Davon ausgenommen sind die Bestimmungen zur "ohne Gentechnik"- Kennzeichnung. Sie werden erst vier Monate nach der offiziellen Übermittlung an die EU-Kommission rechtswirksam.
Änderungen im dt. Pflanzenschutzgesetz verlangen elektronische oder schriftliche Aufzeichnungen über die im Betrieb angewandten Pflanzenschutzmittel (§6,4: Name des Anwenders, Fläche, Datum, Mittel, Menge und Anwendungsgebiet). Diese müssen 2 Jahre ab Beginn des auf die Aufzeichnung folgenden Jahres aufbewahrt werden. Weiterhin müssen Pflanzenschutzmittel innnerhalb von 2 Jahren nach Ende der Zulassung aufgebraucht sein oder dann wie Mittel mit Anwendungsverbot unverzüglich sachgerecht entsorgt werden (§6a).
Die EDF erprobt derzeit in 12 Transformatoren für das Niederspannungsnetz den Ersatz von umweltkritischem fossilem Transformatorenöl durch biologisch abbaubares, verestertes Rapsöl. Erweist sich der Versuch als erfolgreich, sollen zukünftig abgängige Transformatoren durch mit Rapsöl gefüllte ersetzt werden. Vorausgegangen sind 7 Jahre Forschung der auf die Verwertung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen spezialisierten Firma Valagro.
Beschlüsse zu Biokraftstoffen, GVO und Ökosteuer in Frankreich - 2007-11-05
Nach Abschluss der `Grenelle de l´environnement´(eine Art ´Runder Tisch´ zur Umweltpolitik) kündigte der französische Präsident Sarkozy am 25.10.07 eine Verschiebung der Biokraftstoffförderung hin zu den Kraftstoffen der 2. Generation mit Ganzpflanzennutzung sowie die Einführung einer ´taxe climat-energie´, einer Art Ökosteuer an, die mit einer Entlastung bei der Besteuerung der Arbeit kompensiert werden soll. Landwirtschaftsminister Barnier wurde damit beauftragt, einen ´Plan zur Energieautonomie von landwirtschaftlichen Betrieben´ auszuarbeiten. . . . . Der kommerzielle Anbau von GVO-Kulturen mit Pflanzenschutzmitteleffekten soll ausgesetzt werden, bis eine noch dieses Jahr einzurichtende Instanz geurteilt hat. Gefordert wird u.a. der Nachweis von Vorteilen für Gesundheit und Umwelt. Im übrigen sollen ein Recht auf totale Informations-Transparenz geschaffen und das Vorsorgeprinzip sowie das Verursacherprinzip in der Haftungsfrage gestärkt werden.
Neuabgrenzung der Zonen für die Diabrotica-Bekämpfung in Frankreich - 2007-10-26
Am 17.10.2007 hat das französische Landwirtschaftsministerium die Abgrenzung der Bekämpfungszonen für Maiswurzelbohrer an die Mindestvorgaben der EU angepasst. Die ´zone focus´ wurde von 5 km auf mindestens 1 km Radius, die ´zone de sécurité´ von 10 km auf 5 km und die ´zone tampon´ von 40 km auf 34 km reduziert. Der Arrêté für das Département Haut-Rhin wurde am 22.10.2007 entsprechend angepasst. Damit sind nun die Vorschriften für die Abgrenzung der Bekämpfungszonen auf beiden Seiten des Rheins vergleichbar.
Frankreich will Öko-Anbaufläche bis 2012 verdoppeln - 2007-10-11
Der Französische Landwirtschaftsminister Michel Barnier hat seinen am 12.09.07 vorgestellten Aktionsplan zur Entwicklung des ökologischen Landbaus bestätigt. Dieser strebt an, die Anbaufläche des Ökolandbaus in Frankreich bis 2012 von 2% auf 4% der LF zu verdoppeln. U.a. sollen Forschung und Ausbildung mit 10 Mio. € gefördert werden. Im Vergleich zu den Vorschlägen des ´Runden Tisches Umwelt´ (20% der LF bis 2020) beurteilt der Minister seine Ziele als bescheidener aber realistischer. (LFA)
Maiswurzelbohrer in je 3 Regionen von Frankreich und Deutschland - 2007-10-10
Nach den Funden im Elsass und in Südbaden am Oberrhein sowie in Bayern (Passau und München) und in der Bourgogne wurden im September weitere Maiswurzelbohrer in Südwürttemberg am Bodensee und in der Region Rhône-Alpes (Lyon, Chambéry und Grenoble) in Frankreich entdeckt. In Frankreich fordert Arvalis eine Verkleinerung der Kernzone von 5 auf 1 km Radius, wie es den Vorgaben der EU genügen würde und es im Prinzip auch in Deutschland gehandhabt wird.
Wurzelbohrerresistente Maissorte aus konventioneller Züchtung - 2007-10-04
Züchtern der Südwestsaat Späth aus Rastatt ist es gelungen, mit konventionellen Methoden eine gegen den Wurzelbohrer resistente Maispflanze zu entwickeln. Seit 2005 erfolgen die Tests in Südungarn, wo bei Vergleichssorten Schäden von 50-100% auftraten, während die Neuzüchtung nur einen geringen Befall aufwies. Als erste neue Sorte werde Sunrise 2008 in der ungarischen Wertprüfung stehen. Nach der Zulassung gebe es voraussichtlich 2010 erstes Saatgut. Für den deutschen Markt müssten jetzt entsprechende Sorten für hiesige Klimaverhältnisse gezüchtet werden. Diese seien voraussichtlich verfügbar, wenn hier erste wirtschaftliche Schäden auftreten. (AgE)
AGQM-Biodiesel-Qualitätsmanagement wird international - 2007-10-01
Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel (AGQM) öffnet ihr Qualitätsmanagement-System für ausländische Biodiesel-Hersteller. Im Rahmen des europäischen Projekts ´Bioscopes´ werden außerdem die Testmethoden unter Beteiligung von Laboren aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und den Niederlanden weiterentwickelt. (AgE)
Gold für Gersbach - 2007-10-01
Gersbach (Lkr. Lörrach) wurde vorletzten Freitag im englischen Harrogate beim europäischen Blumenschmuck-Wettbewerb ´Entente Florale´ mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. An dem Wettbewerb hatten sich insgesamt 21.000 Städte und Gemeinden aus 12 europäischen Ländern beteiligt. (AgE)
Steillagen-Vollernter in Erprobung - 2007-10-01
Der Einsatz eines teillagen-Vollernters der Firma Durmatec aus dem badischen Durbach soll die Arbeitswirtschaft im Steilagen-Weinbau revolutionieren. Durch die Kombination von modernster Seilzugtechnik und hydrostatischem Allradantrieb sollen Steigungen bis zu 60% bewältigt werden. Ein Prototyp wird derzeit an der Mosel erprobt. Durch den Einsatz der Maschine ließen sich bis zu 300 Handarbeitsstunden pro Hektar einsparen und Kostenreduzierungen bis zu 50% erreichen. (AgE)
Pelletproduktion steigt sprunghaft - 2007-10-01
Die Produktion der 44 Pelletwerke in Deutschland wird dieses Jahr voraussichtlich erstmals die Marke von 1 Mio. t überschreiten und hat sich damit innerhalb von zwei Jahren vervierfacht. 13 weiter Produktionsstätten seien geplant bzw. im Bau. In deutschen Haushalten seien zurzeit über 70.000 Pelletfeuerung in Betrieb. Jede Anlage verbrenne im Durchschnitt 5-6 t. Damit ist die Produktion doppelt so hoch wie der Verbrauch, was Exporte nach Frankreich und Italien ermögliche. An Nachschub herrsche kein Mangel, zumal auch die Landwirtschaft auf brachliegenden Flächen Energiehölzer anbauen könne. Über die Branche informiert die Fachmesse ´Interpellets 2007´, die vom 10.-12. Oktober in Stuttgart stattfindet. (AgE)
Teleakademie für Schwarzwaldbauern ausgezeichnet - 2007-07-05
Die gemeinsam vom Forum pro Schwarzwaldbauern e.V. und der tele-akademie der Fochhochschule Furtwangen entwickelte ´Teleakademie für Schwarzwaldbauern´ wurde vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit dem Weiterbildungsinnovationspreis 2007 ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um die erste Fernbildungsstätte für Bauern. Sie hat zum Ziel, Informationen und Wissen für eine nachhaltige Landwirtschaft unter den besonderen Bedingungen des Schwarzwalds bereitzustellen.
www.tele-ak.de bzw. http://olsp.tele-ak.fh-furtwangen.de/olsp/swb/content/index_ger.html
Energieerzeugung mit Biogas - 2007-07-02
´Energieerzuegung mit Biogas - eine Alternative für den ländlichen Raum?´ war das Thema einer gemeinsamen Veranstaltung des ITADA mit dem Euro-Institut am 29.06.07 in Kehl. Etwa 70 Interessenten erfuhren dabei in 8 Vorträgen von Referenten aus Baden-Württemberg und dem Elsass den aktuellen Stand von Konzeption, Bau und Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland und Frankreich: Während in Deutschland, wo schon über 3000 Anlagen laufen, der Trend zu größeren Anlagen auf der Basis von Nachwachsenden Rohstoffen geht, steht die Entwicklung in Frankreich erst am Anfang. Da Nachwachsende Rohstoffe dort keinen Bonus erhalten, geht der Trend zu Anlagen mit Verwertung von organischen Abfallstoffen und möglichst vollständiger Wärmenutzung, was durch Zuschläge für Energieeffizienz unterstützt wird. Krönender Abschluss war die Besichtigung der Biogasanlage auf dem Reitterhof mit einer Leistung von 330 kWel., die letztes Jahr in Betrieb ging und eine Mischung von Rindermist und Silomais vergärt.
Der Tagungsband zu dieser Veranstaltung ist in Arbeit und wird im Laufe des Sommers auf www.itada.org eingestellt.
Raps-Düngeberechnung online - 2007-01-25
Das französische Institut für Ölsaaten CETIOM hat seine Düngeberechnung, die bisher mit einem Rechenschieber vorgenommen wurde, ins Internet gestellt. Auf der Grundlage von einigen Angaben zum Standort (Bodengründigkeit, organ. Düngung), dem Ertragsziel sowie dem Ergebnis der Wiegungen von Probeschnitten im Rapsschlag vor und nach Winter (mit Hilfestellung für visuelle Schätzmethode) wird für die verschiedenen Regionen Frankreichs die Stickstoffdüngung für Winterraps berechnet. Für die Deutschland am nächsten gelegene Region Nordostfrankreich findet sich das Eingabeformular hier: