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ITADA-Projekt 5: BETEILIGTE Projektleiter: Rémi Koller ARAA Schiltigheim PROBLEM Die Verfahren zur Bestimmung der richtigen Stickstoffdüngung von Winterweizen beruhen auf Messungen des mineralisierten Stickstoffs im Boden nach Winter (AZOBIL (F), NID (D)) oder/und auf einer Untersuchung des Pflanzensaftes an der Halmbasis (JUBIL (F)). Die Aussagekraft solcher Messungen ist auf eine Parzelle begrenzt und erlaubt keine breiteren Beratungsempfehlungen für eine größere Anzahl von Landwirten. ZIEL Das Projekt strebt an, regionale Grundlagen für eine einfache Beratung im Rahmen von Gruppenberatungsaktionen (z.B. Ferti-mieux in F) zu schaffen. Es baut auf auf einer vereinfachten Bilanzierungsmethode, die den Empfehlungen des COMIFER* (franz. Komitee für sachgerechte Düngung) entspricht. In Nullparzellen soll das Stickstoffnachlieferungsvermögen des Bodens erfaßt werden und in Stickstoffsteigerungsversuchen soll der Stickstoffausnutzungskoeffizient ermittelt werden. ERGEBNISSE In zwei Jahren wurden 63 Nullparzellen (43 in F, 20 in D) sowie 20 Stickstoffdüngungsversuche (alle in D) angelegt und ausgewertet. Die Arbeit wurde zwischen deutschen und französischen Arbeitsgruppen aufgeteilt, wie auch die Versuchsflächen dies- und jenseits des Rheins lagen. SCHLUSSFOLGERUNGEN Die Stickstoffnachlieferung des Bodens kann zwischen 50 und 230 kg N/ha x Jahr schwanken und muß bei der Berechnung der Stickstoffdüngung unbedingt berücksichtigt werden. Alleine mit den Nmin-Werten im Frühjahr lassen sich die Unterschiede nicht erklären: bei der Erarbeitung einer regionalen Berechnungstabelle ist den Bodentypen, den Vorfrüchten und der Wirtschaftsdüngeranwendung Rechnung zu tragen. In diese Richtung muß die Arbeit weitergehen. EMPFEHLUNGEN Die Stickstoffdüngungsversuche haben gezeigt, daß zu späte Düngergaben nach dem Ährenschieben bei Winterweizen zu einer schlechten Stickstoffverwertung führen. Die Empfehlungen zur Aufteilung der Gaben sollten dem Rechnung tragen, um die Qualität des Grundwassers zu schützen. Die Berechnung der Stickstoffdüngung geht von der Deckung des Bedarfs der Kultur aus, welcher wiederum direkt von der Ertragserwartung abhängt. Diese darf nicht überschätzt werden, sonst kommt es zu einer Überdüngung, wie sie in vielen Versuchen festgestellt wurde. Ggf. ist im Verlauf der Vegetationsperiode eintretenden Änderungen bei den Ertragserwartungen durch Anpassung der Düngung Rechnung zu tragen. Die bisher ermittelten Ergebnisse sind in der Beratungsarbeit umzusetzen.
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