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ITADA-Projekt 10: BETEILIGTE Projektleiter: Dr. Reinhold Vetter PROBLEM Biomasse als erneuerbare Energiequelle zur Erzeugung von Wärme und/oder Strom ist CO2-neutral. Außer Waldrestholz und Nebenprodukten wie Stroh kommen speziell angebaute Energiepflanzen in Frage. Daher entscheiden der zu erzielende Energieertrag, der Energiegewinn und die Eignung in verbrennungstechnischer Hinsicht über eine sinnvolle Verwendung als Energieträger. ZIEL
ERGEBNISSE An je 2 Standorten in Baden-Württemberg und im
Elsaß angebaute ein- und mehrjährige Kultur-pflanzen wurden
auf Ganzpflanzenertrag, geeignete Ernteverfahren für ein möglichst
ohne künstliche Trocknung lagerfähiges Gut, stoffliche Zusammensetzung,
Eignung zur Verbrennung in Großanlagen und Wirtschaftlichkeit untersucht.
Die Energieerträge pro Hektar schwanken zwischen knapp 3000 l und
über 6000 l Heizöläquivalent Mit der eingesetzten Erntetechnik
können Getreideganzpflanzen, Gras und Topinambur in lagerfähigem
Zustand geerntet werden. Die Energiebilanzen sind deutlich positiv. Die
Energieträgerpreise der Energieganzpflanzen lagen bei einem Vergleichsdeckungsbeitrag
von 1000 DM/ha z.B. bei Getreide zwischen 2,4 und 4,3 Pf/kWh (Anbaujahr
1994) im Vergleich zu circa 3,5 Pf/kWh bei Heizöl. SCHLUSSFOLGERUNGEN Für den Anbau als Energiepflanzen bei geringer
Anbauintensität eignen sich die untersuchten Kulturen nur bei entsprechend
hohen Ganzpflanzenerträgen. Raps und Sonnenblumen sind wegen der
hohen Kornverluste hierfür ungeeignet. EMPFEHLUNGEN Land- und forstwirtschaftliche Biomassen können
in speziellen Biomasseanlagen und konventionellen Kohlekraftwerken zur
Wärme- und/oder Stromerzeugung Verwendung finden. Die interessanten
Energiepflanzen sind weiter zu untersuchen auf ihr Ertragsniveau in Abhängigkeit
vom Anbauregime, evtl. geeignete neue Erntetechniken und die Beeinflussung
der verbrennungstechnisch relevanten Inhaltsstoffe durch Düngung
oder Standort. [» zurück] |
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